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Pressestimmen
Stimmungsvolles Winterkonzert mit Streicherensemble in Emden PDF Drucken E-Mail

- Ostfriesenzeitung, 04.12.2012 -

Einen überaus angenehmen Konzertabend erlebte das Publikum des "Winterkonzerts" der Ostfriesischen Volksbank am Freitag in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden. Es spielten ein Streicherensemble der "Jungen Ems-Dollart Philharmonie" (Foto) uns als Solisten die Niederländerinnnen Wilma Jongsma (Oboe) und Svenja Staats (Violine). Die "Junge Ems-Dollart Philharmonie"ist ein deutsch-niederländisches Orchester, das sich jährlich neu zusammensetzt. Es hat zum Ziel, junge Musiker aus der Region zu fördern.

 

 
Und singen können die jungen Philharmoniker auch noch PDF Drucken E-Mail
Junge Ems-Dollart Philharmonie reißt Besucher in der Lambertikirche von den Sitzen

- Ostfriesische Nachrichten, 01.09.2012 - Baumann

Acht Tage - nach so einem kurzen Trainingslager würde Jogi Löw sich mit seinen Mannen nicht in die Öffentlichkeit trauen. Die Junge Ems-Dollart Philharmonie hat es wieder einmal gewagt und sich nach acht Tagen gemeinsamer Proben in der Auricher Lambertikirche der Öffentlichkeit präsentiert. Sie war fit auf den Punkt und ist bestens gerüstet für weitere Konzerte in Assen und Meppen heute und morgen.
Zugegeben, es war kein ganzes Stadion voll, aber immerhin rund 200 Besucher waren da, um sich den Musikernachwuchs aus Norddeutschland und den Niederlanden anzuhören. Und anders als im Fußball gab es überhaupt kein Gegeneinander. 65 Streicher, Bläser, Pianisten, Hafenisten und Percussionisten im Alter von 14 bis 21 Jahren hatten den letzten Teil ihrer Ferien in den Dienst der Musik und dse Austausches gestellt. Sie bildeten nach den gemeinsamen Proben in Meppen und der miteinander verbrachten Freizeit eine eingeschworene Gemeinschaft, die im Leisen wie Lauten gleich gut hamonierte und in der jeder dem Orchesterkollegen erkennbar seine Erfolge gönnte.
Unter der Leitung von Johannes Leertouwer, Chefdirigent bei der Neuen Philharmonie Utrecht, und den wohlwollend strengen Blicken ihrer Dozenten, die zum Teil selbst mitspielten, zum Teil auf der Empore mitfieberten, begannen die jungen Philharmoniker mit Nils Wilhelm Gades "Nachklängen aus Ossian". Von der ersten Note an wurde der Beweis erbracht, dass bei den Register- und Tuttiproben Wert auf Feinheiten und Zusammenspiel gelegt worden war. Drei große Kesselpauken standen neben dem Altar. Doch mit welcher Sanftmut und Kontrolliertheit sie gespielt wurden! Präzision und Gefühl legten auch die Harfenistin, die Holzbläser und Hornisten an den Tag. Grandios.
Dann war Umbau angesagt. Bei Dvoraks Cellokonzert h-Noll rückten Björn Schwarze und sein Instrument ins Zentrum. Coll erklomm der junge Solist das Podium und füllte seine Rolle umgehend aus, entfaltete mit dem ersten Einsatz eine betörende Präsenz. Warm und klar waren die Töne, die seinem Cello entstiegen. Dvoraks Komposition stellte technisch hohe Ansprüche an den jungen Cellisten, die er scheinbar spielerisch bewältigte.Sie standen gar nicht im Fokus. Stattdessen fesselten die Zuhörer die tiefe innere Beziehung von Schwarze zum Stück und das leichtfüßige Zusammenspiel mit den Orchesterkollegen.
Mal schienen die Holzbläser ihn von hinten am Ärmel zu zupfen und mit sich zu ziehen, mal lockten die Hornisten die Ohren mit dem Nebenthema vom Zentrum fort, dann wieder woben die Streicher einen farbenstrahlenden Teppich, auf dem das gesamte Orchester fortzuschweben schien. Und die Percussionisten? Sie konnten an Pauke und Triangel endlich mal Dampf ablassen. Natürlich wieder kontrolliert.
Das Publikum schwebte mit davon. Niemand ließ sich davon abhalten, zwischen den Sätzen zu applaudieren. Warum auch? Der dritte Satz brachte den Höhepunkt. Das Cello füllte die Kirche komplett mit Wohlklang, das Orchester tat es ihm mit einem fulminanten Schluss nach. Schwarze blieb cool und spielte zwei Zugaben solistisch, darunter das katalanische "Cant dels Ocells" - der "Gesang der Vögel", nach dem Vorbild Pau Casals. Noch mal bewies Schwarze seine musikalische Reife. Ein leises Zwitschern - dann war Pause.
Igor Strawinskys "Feuervogel" nahm die Feder auf, zeigte sich jedoch weit kämpferischer. Hier durften alle Instrumentengruppen aus dem Vollen schöpfen. Die Blechbläser, Kontrabässe und Percussionisten nutzten diesen Augenblick und zelebrierten ihre Einsätze.
Am Ende bezwang das Orchesterden Zauberer aus der Geschichte in einer Gemeinschaftsleistung und wurde selbst zu einem Verzauberer. Das Publikum bedankte sich mit stehendem Applaus und Getrampel. Als Dank spielten die sichtlich gelösten Philharmoniker die "Morgenstimmung" aus Griegs Peer Gynt. Doch das reichte nicht, der Applaus war überwältigend. Es folgte "Abends will ich schlafen gehn" aus der Oper "Hänsel und Gretel" und - oh Wunder - die jungen Philharmoniker sind nicht nur hervorragende Instrumentalisten - singen können sie auch noch! Die Auricher stimmten in den Gesang ein und rangen um weitere Zugaben. Zugegeben: Die Konzertmeisterin zu entführen und damit die Bühne zu räumen, war ein kluger Kniff von Dirigent Leertouwer. Mit den Aurichern hätte er sicher acht Tage proben müssen, irgendwann den Beifall wieder zu beenden.
Nach Konzertschluss diskutierten stolze Eltern über Wettbewerbe und Ausscheidungsrunden. Doch die sind noch ein bisschen hin. Am Donnerstag ging es erfreulicherweise "nur" um Philharmonie und Freundschaft.
 
Ausstrahlung und Spielfreude PDF Drucken E-Mail
Junge Ems-Dollart Philharmonie überzeugt bei Konzert in Meppen

- Meppener Tagespost, 08.09.2012 - Michael de Witt

Die "Junge Ems-Dollart Philharmonie" wurde im Dezember 2008 gegründet, sie setzt sich aus begabten, jungen Musikerinnen und Musikern zusammen, die von einem Dozententeam an große sinfonische Werke herangeführt werden.
Beim Konzert im Theater Meppen gab Olaf Nießing als künstlerischer Leiter Erläuterungen zur landesübergreifenden Nachwuchsförderung, Marcel Verwaal warb als Sprecher des neu etablierten Fördervereins dafür, dass nach Einschmelzung der verschiedenen Finanzmittel die wichtige Arbeit mit den begabten jungen Menschen fortgeführt werden kann.
Die Ergebnisse der diesjährigen intensiven Probenphasen zeigten, dass sich das Engagement lohnt. Naturgemäß kann man in kurzer Zeit kein makelloses sinfonisches Gebilde zusammenschweißen, die unbefangene Spielfreude und musikantische Ausstrahlung der Musiker konnten dennoch das Publikum begeistern.
Am Anfang des Konzerts stand die Ouvertüre a-Moll op. 1 "Nachklänge aus Ossian" vom dänischen Komponisten Nils Wilhelm Gade, der seine Begeisterung für nationalhistorische Volksweisen in sein Werk einfließen ließ und mit buntem Klangfarbenspiel die Instrumentengruppen des Orchsters forderte.
Danach gab es das Cellokonzert h-Moll op. 104 von Antonin Dvorak, das dem Solisten spieltechnische Brillanz, musikantische Kraft und subtiles, melodisches Verständnis abverlangt. Der junge Cellist Björn Schwarze konnte diese vielfältigen Substanzen in erfreulicher Manier verwirklichen; er zeigte zudem eine ausgeprägte Reife im musikantischen Zusammenspiel. Das Orchester war unter der umsichtigen Leitung seines Chefdirigenten Johannes Leertouwer stets begleitend präsent, es gab den stürmischen und auch zarten Passagen eine erfreuliche Ausstrahlung.
Die Ballettsuite "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky wurde zum Höhepunkt des Konzerts. Der Komponist entwickelte bei seiner Partitur eine breit gefächerte Klangwelt mit entfesselten Impressionen, wohlklingenden Kantilenen, rhythmischen Finessen und harmonischen Experimenten, die von den jungen Musikanten mit erstaunlicher Profession ausgeführt wurden.
Es gab reichen Beifall und Zugaben, wobei ein gesungener Gutenacht-Gruß nicht nur für die Zuhörer nachhaltige Wirkung hinterließ.
 
Überraschendes Musikerlebnis PDF Drucken E-Mail

Junge Ems-Dollart Philharmonie lässt keine Wünsche offen

- Lingener Tagespost, 22.02.2012 - Horst Seipelt

Im Theater an der Wilhelmshöhe hat die Junge Ems-Dollart Philharmonie unter dem Gastdirigenten Johannes Leertouwer ein viel beachtetes Konzert gegeben. Solistin war die 15-jährige Svenja Staats.
Das interessante Programm mit drei Werken der großen Musikliteratur weckte hohe Erwartungen: "Finlandia" (1899) von Jean Sibelius, Violinkonzert in e-Moll (1844) von Mendelssohn-Bartholdy, und die 4. Sinfonie (1877) von Tschaikowsky. Man durfte gespannt sein, wie das sehr junge Orchester mit diesen "Brocken" fertig würde.
"Finlandia" ist ein programmatisches Stück aus der Zeit der national-romantischen Freiheitsbewegung Finnlands, Nationalstolz auf eine klingende Formel gebracht: ein trotziger Blechbläserchoral eröffnet, die Pauken grollen dumpf, es gibt Kampfgetümmel, Fanfaren und den Hymnus der Holzbläser, eine geschickt gewählte Programmeröffnung, in der sich alle Instrumentengruppen vorstellen können. Schon hier überzeugt das jugendliche Orchester durch saubere Registerwechsel, durch präzisen Bläser- und satten Streicherklang. Ein gelungener Konzertbeginn, absolut professionell.
Mendelssohn Violinkonzert e-Moll gehört zu den schönsten Werken dieser Gattung. Die 15-jährige Solistin Svenja Staats gestaltete es mit hoher Musikalität und großer virtuoser Veranlagung, Oktavpassagen und Spitzentöne kommen griffsicher und klangschön, ihr Spiel ist in allen Lagen ausgeglichen. In der Solokadenz spielte Svenja ihre Technik und ihre erstaunliche musikalische Reife aus, im Vortrag des zweiten Themas - eine der schönsten Eingebungen Mendelssohns - verriet die junge Solistin ihre Liebe zur Romantik: Sie versenkt sich in ihr Spiel, strahlt Ruhe aus und nimmt den Ton geschmackvoll zurück.
In der großen Besetzung für Tschaikowskys 4. Sinfonie ließ es die "Junge Ems-Dollart Philharmonie" noch einmal so richtig krachen. Johannes Leertouwer ist der ideale Dirigent für dieses junge Orchester. Er führt Musiker und Publikum plastisch durch dieses gewaltige, aufwühlende Werk, man begreift die Struktur und ist überrascht von dem reichen musikalischen Geschehen. Dass hier ein sehr junges Orchester spielte, hatte man eh längst vergessen. Dieses Konzert mi der "Jungen Ems-Dollart Philharmonie" war ein überraschendes Musikerlebnis.

 

 
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