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Pressestimmen
Beifallstürme für talentierte Musiker PDF Drucken E-Mail
Konzert "Junge Ems-Dollart Philharmonie" begeisterte die Zuhörer in Leer

- Ostfriesen-Zeitung, 20.02.2012 - Martin Gadow

Ein gutes Jahr ist es her, seit die „Junge Ems-Dollart-Philharmonie“ ihren ersten und zugleich sehr erfolgreichen Auftritt in Leer absolvierte und bei den schon damals erfreulich vielen Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Das von der 'Ems Dollart Region' (EDR) sowie vor Ort auch von der Sparkasse LeerWittmund geförderte Projekt eines sich jährlich neu zusammensetzenden deutsch-niederländischen Jugendsinfonieorchesters erfreut sich unter begabten jungen Musikern im Alter zwischen 14 und 21 Jahren großer Beliebtheit. Es bietet ihnen die Chance, unter der Anleitung hochqualifizierter Fachkräfte Erfahrungen in Erarbeitung und Aufführungspraxis äußerst anspruchsvoller klassischer Orchesterwerke zu sammeln.
In ihren Begrüßungsansprachen wiesen Landrat Bernhard Bramlage, Projektleiter Olaf Nießing und Fördervereinsvorsitzender Marcel Verwaal auf die kulturelle und politische Bedeutung dieses Bildungs-Projekts hin und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass weiterhin öffentliche Gelder und private Spendenbereitschaft einen Erhalt dieser wertvollen Einrichtung ermöglichen.
Die Orchesterleitung lag in diesem Jahr in den Händen von Johannes Leertouwer, Chef-Dirigent und künstlerischer Leiter der 'Neuen Philharmonie Utrecht'. Eindrucksvolle Visitenkarte war gleich zu Beginn die Sinfonische Dichtung „Finlandia“ op. 26 von Jean Sibelius, mit der die Musiker bewiesen, zu welch überwältigender Wucht ihr großer Klangkörper fähig ist. Denn neben lyrischen Passagen, die wie ein Tongemälde finnischer Landschaften anmuten, dominiert hier häufig ein umfangreiches Aufgebot an Blechbläsern. Das geistige Gesamtkonzept ließ dieses Werk rasch zur „heimlichen Nationalhymne“ der Finnen werden.
Erneut präsentierte sich sodann eine junge Geigen-Virtuosin mit Felix Mendelssohns bekanntem Violinkonzert e-Moll. Die erst 15 Jahre junge niederländische Solistin Svenja Staats zeigte in ihrer hinreißenden Interpretation mit gewinnendem Charme, entspannt wirkender Bühnenpräsenz und zielsicherem Gestaltungswillen eine künstlerische Reife, die das Publikum in Erstaunen versetzte und geradezu verzauberte.
Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 4.Sinfonie ist ein Werk, dessen emotionsbestimmte Vielfalt unter die Haut geht! Die jungen Musiker bewiesen, dass sie auch diese gewaltige Hürde bereits mit Bravour meistern konnten. Vom Komponisten eingeflochtene konzertante rhythmische Raffinessen, sehnsuchtsvolle Melodien, ein anmutiger Pizzicato-Teil und sodann der explosive Schluss machen dieses monumentale Werk zu einem fast überdimensionalen Klang-Erlebnis.
Wie schon nach dem Violinkonzert bedankten sich die begeisterten Zuhörer stehend mit lang anhaltenden Beifallsstürmen und Bravorufen.
 
Klassische Musik unter Meppens Himmel PDF Drucken E-Mail
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Meppen: Jugendliches Orchester brilliert PDF Drucken E-Mail
- Meppener Tagespost, 27.07.2011 -

Meppen. Eine intensive zehntägige Vorbereitungszeit mit täglich bis zu neun Stunden Proben im Jugendgästehaus in Meppen ging dem Konzert der "Jungen Ems-Dollart Philharmonie" unmittelbar voraus, bevor die jungen Musiker als Orchester an die Öffentlichkeit treten konnten.
Sie sind zwischen 10 und 21 Jahre alt, leistungsstarke, versierte und orchestererfahrene Instrumentalisten und kommen aus den Niederlanden und Deutschland. Einmal im Jahr treffen sich die 60 bis 70 Teilnehmer der Philharmonie zu einer Probenphase und bereiten ein Konzert vor.Dabei muss sich das Orchester immer wieder neu zusammenfinden, weil alte Mitglieder ausscheiden, neue nach einer strengen Auswahlprüfung hinzukommen. Initiator und Träger dieses lobenswerten und anerkannten Projekts ist das Emsländische Kammermusikensemble.
Das überzeugende und begeisternde Ergebnis der aufwendigen Probenarbeit konnten zahlreiche Besucher in der Aula des Windthorst-Gymnasiums in Meppen hören. Weitere Konzerte fanden in Meppel und Groningen statt. Unter dem Motto "Musik über die Grenzen hinweg" hatten der Dirigent der Philharmonie Johannes Leertouwer und seine professionellen Helfer, erfahrene Musikdozenten, anspruchsvolle und bekannte sinfonische Werke erarbeitet, und die jungen Musiker waren hoch konzentriert und engagiert bei der Sache.
Das Konzert begann mit "Finlandia", dem wohl meistgespielten Werk des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Schon hier offenbarte sich die Qualität des Orchesters, etwa die rhythmische Präzision der Blechbläser bei ihren kurzen Einwürfen, aber auch bei den Holzbläsern und Streichern, die die lyrischen Passagen bezwingend gestalteten.
Felix Mendelssohn Violinkonzert e-Moll ist eines der beliebtesten und bekanntesten Werke dieses Genres. Es stellt an den Solisten wie auch ans Orchester erhebliche Anforderungen. Die vierzehnjährige Solistin Svenja Staats meisterte den Solopart beeindruckend. Mit federnder Leichtigkeit und perfekter Technik musizierte sie den ersten Satz, ohne romantische Überzeichnung, edel und schlackenlos kam das Andante daher, kraftvoll musizierte sie den dritten Satz. Dabei blieb das Filigran der schnellen Läufe stets durchsichtig. Behutsam und aufmerksam begleitete das Orchester die Solistin, schmiegte sich in der Kadenz sanft den Arpeggien der Solistin an und brachte den Übergang vom ersten zum zweiten Satz sehr bewusst. Auch im stürmischen dritten Satz war das Orchester der Solistin ein wacher Partner. 
Die vierte Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis war wohl das gewichtigste Werk im Programm und ist gewiss eine Heriasforderung für dieses Orchester. Der Komponist selbst bezeichnete sein Werk als "Schicksalssinfonie". Man muss der jungen Leuten und dem Dirigenten ein uneingeschränktes Lob spenden, dass sie dieses technisch und musikalisch schwierige Werk so überzeugend gestaltet haben. Bewundernswert, wie sicher im ersten Satz beispielsweise die Holzbläser und Flöten ihre Solopassagen und wie präzise bis ins Pianissimo die Streicher im dritten Satz ihren Pizzicato-Part darboten. Mit dem ungestümen "Allegro con fuoco" der Sinfonie endete en beeindruckender musikalischer Abend. Und zu guter Letzt: Der Mitinitiator des Projekts Olaf Nießing teilte dem Publikum mit, das Orchester werde wegen der guten Probenmöglichkeitenim Jugendgästehaus wieder nach Meppen kommen.


 
Rund 500 Zuhörer von 15-Jähriger verzaubert PDF Drucken E-Mail
Klassikkonzert mi der Jungen Ems-Dollart Philharmonie
- Neue Zeitung, 19.02.2011 -

Leer. Die Begeisterung über die jungen Talente war groß: Rund 500 Besucher genossen ein hochkarätiges Konzert der Jungen Ems-Dollart Philharmonie (JEDP) im Theater an der Blinke in Leer. Hochkonzentriert spielten die jungen Musiker im Alter zwischen 14 und 21 Jahren Stücke von Saint-Saens, Bruch und Dvorak unter der souveränen Leitung von Guilherme Bernstein, der die begabten Einzeltalente zu einem homogenen Klangkörper zusammengeführt hat. Deutsche und niederländische Musikerinnen vereint in grenzenlos schöner Musik - darüber freute sich nicht nur der Vorsitzende der Ems Dollart Region (EDR), Landrat Bernhard Bramlage, der das Publikum in einer kurzen Ansprache begrüßte. Projektleiter Olaf Nießing informierte über den Hintergrund des Orchesters:

Die "Junge Ems-Dollart Philharmonie" ist ein, sich jährlich neu zusammensetzendes deutsch-niederländisches Jugendsinfonieorchester im Gebiet der Ems-Dollart Region. Unter Anleitung eines professionellen Dozententeams sowie einem international erfahrenen Gastdirigenten wird anspruchsvolle Orchesterliteratur erarbeitet. Zur Zeit leitet Guilherme Bernsteind die JEDP, er ist Professor für Orchesterleitung und Dirigieren, Komponist und Leiter des Orchesters der Federal University in Rio de Janeiro. Die Teilnehmer treffen sich einmal im Jahr zu einer zehntägigen Probenphase. Im Anschluss daran präsentiert sich das Orchester mit jeweils zwei Konzerten in Deutschland und den Niederlanden. Das Konzert in Leer war ein Zusatzkonzert, das sich insbesondere der EDR-Vorsitzende Bramlage anlässlich der Renovierung des Theaters an der Blinke gewünscht hatte.

Das Projekt "Junge Ems-Dollart Philharmonie" wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln dse Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Niedersachsen sowie den niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland und Groningen kofinanziert. Es wird durch das Programm-Management bei der Ems Dollart Region (EDR) begleitet. Initiator und Träger des Projektes ist das Emsländische Kammermusikensemble e.V. Als Partner beteiligt sich das ICO Centrum voor Kunst & Cultuur Assen.

Das Ergebnis dieser grenzübergreifenden Zusammenarbeit war ausgesprochen beeindruckend. Ganz behutsam nahmen die Musiker das Publikum mit hinein in Camille Saint-Saens "Danse macabre op. 40". Höhepunkt des Konzertes war der Auftritt der erst 15-jährigen Anne-Kristin Grimm, die als Solistin auf der Geige das Publikum nachhaltig mit Max Bruchs "Konzert für Violine und Orchester g-Moll op. 26" beeindruckte.

Schwere Kost servierten die 60 hochbegabten Musikerinnen und Musiker mit Antonin Dvoraks "Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95" im zweiten Teil und bewiesen auch damit ihr Können: ihr Spiel ging unter die Haut. Einige Zuhörer konnten die Spannung kaum ertragen und waren gleichzeitig so begeistert, dass sie ein ums andere Mal zu früh applaudierten.

Doch die jungen Künstler ließen sich davon nicht irritieren und entluden ihre Spielfreudein einem dramatischen Schlussakkord. Stehender Applaus war der Lohn für Einsatz und nachweisliches Können.




 
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